Beiträge von atiko

Aufruf zur antifaschistischen Demo am 29.September in Erkelenz!

Für das Leben – ohne Rassismus, Antisemitismus und „KAL“!

Mehrere antifaschistische Gruppen aus Nordrhein-Westfalen rufen am 29. September 2012 zur Demo „Für das Leben – ohne Rassimus, Antisemitismus und „KAL“!“ in Erkelenz auf.

Als die Morde der Nazi-Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) bekannt wurden, war die Erkenntnis, dass Neonazis über Jahre hinweg nahezu militärisch durchorganisierte Mordanschläge auf Migrant_innen verüben konnten, ein Schock für viele Menschen in unserer Gesellschaft. Für viele war es unvorstellbar, dass bald 70 Jahre nach dem Ende der Nazidiktatur eine Gruppe von Menschen aus rassistischen Gründen ganz gezielt andere Menschen tötete- und dies über einen Zeitraum von mehreren Jahren, ohne von der Polizei gefasst zu werden.

Neben den vielen Ungereimtheiten, die nun im Nachhinein bei den ermittelnden Behörden und ganz besonders beim Verfassungsschutz offenbar werden, müssen sich Politik und Gesellschaft fragen, wie es zu den ungeheuerlichen Taten kommen konnte.

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Mittwoch: Infoveranstaltung zur GameOverKrauts-Demo am 12.Mai in Siegburg

Am Mittwoch, 9.Mai gibt es im Autonomen Zentrum Aachen eine kurze Infoveranstaltung zur GameOverKrauts-Demo am 12.Mai in Siegburg. Mehr Infos gibts hier.

ProNRW-Kundgebung am 5.Mai in Aachen

Am Samstag, 5. Mai will die rechtspopulistische Kleinstpartei ProNRW im Rahmen ihrer Wahlkampftournee in Aachen eine Kundgebung durchführen.
Auf linksunten.indymedia.org erschien nun ein Text und Aufruf zur Störung der Kundgebung, den wir Euch nicht vorenthalten möchten.

Am 13.Mai finden in NRW Landtagswahlen statt.
Schon seit Wochen sehen wir die Straßen mit der Wahlwerbepropaganda der verschiedenen Parteien geschmückt. Aus den altbekannten heuchlerischen Wahlwerbefloskeln sticht eine Partei wieder einmal besonders hervor.

ProNRW in die Pfanne hauen!

Die sogenannte “Bürgerbewegung” ProNRW wirbt mit dem rassistischen Slogan “Freiheit statt Islam!” um die Stimmen der Wählenden.
Die RechtspopulistInnen geben vor, für einen “Erhalt der christlichen Kultur” einzutreten und fordern unter anderem einen Baustopp für Moscheen und ein “Minarettverbot” nach Schweizer Vorbild.
Ihre rassistischen und vor allem islamophoben Forderungen verbreiten sie im Gewand des bürgerlichen Patrioten, doch der Übergang zwischen ProNRW’s Anzugnazis und militanten FaschistInnen ist fließend. So waren fast alle führenden Köpfe von ProNRW einmal Mitglied in NPD, DLVH, DVU, REP oder einer Kameradschaft.
Am 28.April startet jene rassistische Kleinstpartei auch noch zu einer “groß angelegten Wahlkampftour”, mit Kundgebungen in insgesamt 25 Städten. Darunter auch Aachen. So soll am 5. Mai um 11 Uhr eine Kundgebung vor der Baustelle der Yunus-Emre-Moschee an der Stolberger Straße stattfinden. Danach soll es weiter nach Bonn und Leverkusen gehen.
Das ist jedenfalls der Plan der RassistInnen. Wieviele der Kundgebungen sie dann tatsächlich erfolgreich durchführen können, bleibt abzuwarten. In Aachen zumindest wird es Protest geben.
Wir haben keine Lust auf rassistische und islamophobe Hetze! Deshalb rufen wir dazu auf, die Kundgebung von ProNRW am 5. Mai in Aachen mit allen Mitteln zu stören.

ProNRW in die Pfanne hauen!!! Den RassistInnen eins überbraten!
Samstag, 5. Mai 2012 / 10 Uhr / Bahnhof Rothe Erde (Aachen-Forst)

[FFM] Rückblick Total-Liberation-Black-Block auf der Frankfurt-Pelzfrei-Demo 7.4.2012

Am 08.04.2012 demonstrierten auf der „Frankfurt Pelzfrei“-Demo, wie die Zeitung schreibt, ca. 600-1000 Menschen gegen den Pelzhandel im Speziellen und gegen die Tierausbeutungsindustrie im Allgemeinen. Die vegane antifa süd hatte zusammen mit dem antifaschistischen Tierbefreiungskollektiv Aachen (Atiko) zur Bildung eines Total-Liberation-Black-Blocks (TLBB) aufgerufen, der sich unter dem Motto „Gegen Pelzhandel, Herrschaft und Ausbeutung“ gegen die Herrschaftsstrukturen im Kapitalismus wendete und den Kampf um die Befreiung nicht-menschlicher Tiere in den generellen Kontext vom Kampf um Befreiung überhaupt („total liberation“) einordnete.

Die Kritik an der Tierausbeutungsindustrie sei losgelöst vom Kontext der Unterdrückung durch die gesellschaftlichen Verhältnisse im Kapitalismus zum Scheitern verurteilt, da sie nur ein Symptom einer Gesellschaftsordnung darstellt, die auf Ausbeutung und Profitmaximierung beruht. Nur die Bekämpfung dieses Systems als Ganzem könne letztlich zur Befreiung führen. Leider war die Mobilisierung dieses Jahr nicht so erfolgreich wie letztes Jahr und nur der vordere Teil der Demospitze konnte letztlich dem Block zugerechnet werden. Die Polizei hatte jedoch, wohl mit weitaus mehr Teilnehmer_Innen rechnend, ein immenses Aufgebot aufgefahren und kritische Punkte mit Gittern abgeschirmt oder Polizist_Innen mit Schildern rundherum positioniert. Die Auflagen, dass Seitentransparente nur im Abstand von 1,50 Metern getragen werden dürften, erschwerten die Blockbildung zusätzlich. Dennoch war es, insbesondere durch den Einsatz der Demoleitung, möglich, sich Repressionen, wie der Festnahme eines Ordners, und Zivil-Polizisten in der Demo, erfolgreich zu erwehren. Durch das verhältnismäßig überdimensionierte Polizeiaufgebot und die demgegenüber geringe Anzahl an Teilnehmer_Innen am TLBB war es nicht adäquat möglich, den kämpferischen Anspruch des Aufrufs umzusetzen. Im großen und ganzen verlief die Demonstration relativ friedlich und es kam kaum zu Auseinandersetzungen. Als positiver Erfolg ist jedoch die inhaltliche Beeinflussung der Demo durch die Bildung des TLBB anzusehen. Demosprüche wie „Alerta, Alerta – Antifasista“ und „A-, Anti-, Anticapitalista“ wurden von großen Teilen der Demonstration mitgetragen und Antifa-Fahnen kennzeichneten das Bild. Sprüche wie „No Border, No Nation – Total Liberation“ verdeutlichten die Position des TLBB.
Den Reden waren insgesamt durch den Grundton einer generellen Kritik an den gesellschaftlichen Verhältnissen im Kapitalismus getragen und wurden von den Teilnehmer_Innen gut aufgenommen. Gemessen an anderen Tierrechtsdemonstrationen war die Demo in Frankfurt eine überragend emanzipatorische und kritische, die vom Geist des Antifaschismus erfüllt war. Sexistische und menschenverachtende Propaganda, wie sie von Organisationen wie PETA betrieben wird, hatten auf der Demo keinen Platz. Insofern war die Vorbereitung der Demonstration ein Erfolg, indem von vornherein eine bestimmte, emanzipatorische Linie gefahren wurde, die Annahme dieses Konzeptes von den Aktivist_Innen blieb jedoch dahinter zurück. Die Gründe dafür, wie auch die Gründe, warum dieses Jahr weniger Menschen am TLBB teilnahmen, sehen wir in Folgendem: 1) Durch die groß beworbene Demonstration in der Woche davor (M31) – auch in Frankfurt – mit ca. sechstausend Teilnehmer_Innen, die durch die vielen Festnahmen, wie auch die gewaltsamen Ausschreitungen auf sich aufmerksam machen konnte, waren viele Aktivist_Innen wohl nicht motiviert eine Woche später noch einmal sich auf den, für viele z. T. weiten Weg nach Frankfurt zu machen. 2) Darüber hinaus haben die Oster-Feiertage, der gleichzeitig stattfindende Protest gegen den Naziaufmarsch in Stolberg und das vorausgesagte schlechte Wetter wohl nicht zum Erfolg der Demo beigetragen. 3) Zuletzt ist auch noch die Gegenmobilisierung zu dem TLBB zu nennen, die trotz ihrer durchschaubaren Einseitigkeit und der gekonnten nicht-Beachtung der eigentlichen Argumente wohl gewisse Erfolge gezeitigt hat. Die Hauptintention des TLBB war, wie wir in verschiedenen Texten dargestellt haben, eine Verknüpfung der Antifa- und Antispe-Szene, indem die klassische Aktionsform von Antifa-Demonstrationen, der Black-Block, aufgegriffen und so die Demonstration für andere linksradikale Aktivist_Innen attraktiver werden sollte. Der Black-Block sollte eine Anonymität ermöglichen, aus der heraus eine radikale, antifaschistische Gesellschaftskritik sich entwickeln können sollte, ohne den Repressionsorganen oder Nazis eine Gesichtsvorlage mitgeben zu müssen. Antirepression oder Schlagkräftigkeit der Demonstration kamen demgegenüber nach unserer Konzeption erst an zweiter Stelle. Trotzdem reduzierte die Kritik das TLBB-Konzept stets nur auf diese letzteren Punkte. Charakteristisch an der Tierrechtler-Kritik am TLBB ist, dass sie nach dem Schema verfährt, vorzutäuschen nicht im Generellen etwas gegen das Konzept eines Black-Blocks zu haben, dann aber ihn doch im Allgemeinen kritisiert. So auch eine antideutsche „kleine emanzipatorische Gruppe“, wie sie sich selbst bezeichnet, die vor der Demo gegen den TLBB mobilisierte. Diese Gruppe schreibt in dem Flyer: „wir halten die Bildung von Schwarzen Blöcken auf Demos nicht grundsätzlich als falsch“, kritisiert dann aber generell, dass der Black-Block „patriarchale Männlichkeitsbilder reproduzieren“ würde, dass der Aufbau einer Gegenmacht gegenüber die Staatsmacht generell ein „männlich dominiertes Ausdrucksmittel“ wäre und damit „eine denkbar ungeeignete Art dazu“ sei. Weitere Kritikpunkte waren, dass der einheitliche Dresscode im Block normierend sei und „damit letztlich ausgrenzend“ wirke, sowie, dass Menschen mit Behinderung nicht in der Lage wären am TLBB teilzunehmen. Dass sich allerdings viele weiblich sozialisierte Personen, trotz des verteilten Zettels, am Block beteiligt haben, spricht in dieser Hinsicht wohl für sich. Die oben genannte Kritik verabsolutiert gewisse Momente und diskutiert sie anschließend vom Kontext losgelöst: damit können wir sie allerdings nicht ernst nehmen, denn sie geht an der Realität völlig vorbei und ist damit in ihrer Absicht leicht zu durchschauen. Sie unterstellt in gewisser Hinsicht, dass wir in irgendeiner Hinsicht verhindern würden, dass sich andere Formen des Protestes bilden könnten: dies stimmt natürlich nicht.
Der TLBB war in Frankfurt Teil einer großen Demo, die viele Ausdrucksformen kannte und zuließ, jedoch anti-emanzipatorische Haltungen ausschloss. Auch wenn es einige durchaus positive Punkte am diesjährigen TLBB zu verzeichnen gab, so stellt natürlich die geringere Beteiligung als im letzten Jahr das Konzept in Frage. Auch wenn die Kritiken am Konzept schwach sind, so scheinen sie doch eine größere Mobilisierung zu verhindern. Unser Hauptanliegen, eine Verknüpfung von Antifa- und Antispe-Strukturen, ist leider in dieser Hinsicht nicht spürbar vorangekommen. Offenbar scheint in der Tierrechtsszene auch ein geringes Interesse an einer solcher Verknüpfung zu bestehen. Wir halten es dennoch auch weiterhin für wichtig, die gesamtgesellschaftliche Perspektive der Kritik an der Tierausbeutungsindustrie und des Kampfes um Befreiung zu verstärken.
In diesem Sinne danken wir der Demo-Orga für ihre vorbildliche Arbeit im Vorfeld, wie auch allen Aktivist_Innen, die uns und das Konzept durch ihren Einsatz unterstützt haben.
Der Kampf geht weiter: gegen Pelzhandel, Herrschaft und Ausbeutung!

vegane antifa süd

https://linksunten.indymedia.org/de/node/58011

Gegen Nazis, Rassismus und Extremismusquatsch – Aufruf zur Demo am 4.April in Stolberg

Auch im April 2012 wollen Nazis aus dem gesamten Bundesgebiet, Belgien und den Niederlanden in Stolberg aufmarschieren. Sie mobilisieren für Mittwoch, den 4. April zu einem Fackelmarsch sowie für Samstag, den 7. April zu einem “Trauermarsch” durch Stolberg.
Seit inzwischen 5 Jahren kommen jährlich zwischen 500 und 800 Neonazis, um den Tod eines Jugendlichen zu instrumentalisieren. Am 4. April 2008 kam es zu einem Beziehungsstreit zwischen mehreren Jugendlichen, in dessen Folge Kevin P. erstochen wurde.
Bereits Stunden nach dem Vorfall diskutierten Nazis in ihren Foren das Ereignis. Schnell stand fest, dass weit über die Region hinaus Nazis den Tod des jungen Mannes für sich zu vereinnahmen versuchten.
Genauso wie Kevin P. zu einem Märtyrer und „Kameraden“ stilisiert wurde, konstruierte die Nazi-Szene den für die Tat Verhafteten zum „brutalen Ausländer“. Allein im April 2008 folgten von Naziseite drei Aufmärsche, die sich in darauffolgenden Jahren etablierten.
Seitdem versucht die Nazi-Szene in Stolberg ein symbolisches Datum, ein Großereignis zu etablieren. Es wird ein Bild gezeichnet, nachdem die Tat nur ein weiteres Beispiel für eine ständige Verfolgung „der Deutschen“, der Nationalist_innen durch Migrant_innen, durch Linke und durch eine breite Öffentlichkeit sei, gegen die sie sich gemeinsam, entschlossen und gewaltsam zur Wehr setzen müssten. Deshalb spielt es bei den Nazis mittlerweile auch immer weniger eine Rolle, ob Kevin ein „Kamerad“ war oder nicht, er war schließlich Deutscher und das reicht, um ihn als symbolisches Opfer der Deutschen zu inszenieren.

Anstieg der Naziaktivitäten
Es ist nicht verwunderlich, dass die Aufmärsche in Stolberg mit einem Anstieg von Nazi-Aktivitäten in Aachen einher gehen. Diese zeigten sich vor allem in gezielten Angriffen und Einschüchterungskampagnen gegen Antifaschist_innen und andere vermeintliche Gegner_innen sowie deren Familien, Privatwohnungen, auf das Autonome Zentrum am Hauptbahnhof, das Linke Zentrum in der Augustastraße und das DGB-Haus am Europaplatz.

Extremismusquatsch!
In Stolberg gibt es ein lokales Bündnis gegen die Naziaufmärsche.
Selbst die Stolberger Ortsgruppe der Jungen Union bezieht jedes Jahr öffentlich Position gegen die “Demokratiefeinde”. Doch ist deren Motivation nicht die Verhinderung des Naziaufmarschs sondern die Bekämpfung des Extremismus von links und rechts. (mehr…)