antifaschistisches tierbefreiungskollektiv aachen http://atiko.blogsport.de Wed, 19 Sep 2012 17:37:48 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Aufruf zur antifaschistischen Demo am 29.September in Erkelenz! http://atiko.blogsport.de/2012/09/19/23/ http://atiko.blogsport.de/2012/09/19/23/#comments Wed, 19 Sep 2012 17:35:06 +0000 atiko Allgemein http://atiko.blogsport.de/2012/09/19/23/ Für das Leben – ohne Rassismus, Antisemitismus und „KAL“!

Mehrere antifaschistische Gruppen aus Nordrhein-Westfalen rufen am 29. September 2012 zur Demo „Für das Leben – ohne Rassimus, Antisemitismus und „KAL“!“ in Erkelenz auf.

Als die Morde der Nazi-Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) bekannt wurden, war die Erkenntnis, dass Neonazis über Jahre hinweg nahezu militärisch durchorganisierte Mordanschläge auf Migrant_innen verüben konnten, ein Schock für viele Menschen in unserer Gesellschaft. Für viele war es unvorstellbar, dass bald 70 Jahre nach dem Ende der Nazidiktatur eine Gruppe von Menschen aus rassistischen Gründen ganz gezielt andere Menschen tötete- und dies über einen Zeitraum von mehreren Jahren, ohne von der Polizei gefasst zu werden.

Neben den vielen Ungereimtheiten, die nun im Nachhinein bei den ermittelnden Behörden und ganz besonders beim Verfassungsschutz offenbar werden, müssen sich Politik und Gesellschaft fragen, wie es zu den ungeheuerlichen Taten kommen konnte.

weiterlesen auf http://29september2012.blogsport.de

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Mittwoch: Infoveranstaltung zur GameOverKrauts-Demo am 12.Mai in Siegburg http://atiko.blogsport.de/2012/05/08/mittwoch-infoveranstaltung-zur-gameoverkrauts-demo-am-12-mai-in-siegburg/ http://atiko.blogsport.de/2012/05/08/mittwoch-infoveranstaltung-zur-gameoverkrauts-demo-am-12-mai-in-siegburg/#comments Tue, 08 May 2012 13:00:14 +0000 atiko Allgemein http://atiko.blogsport.de/2012/05/08/mittwoch-infoveranstaltung-zur-gameoverkrauts-demo-am-12-mai-in-siegburg/ Am Mittwoch, 9.Mai gibt es im Autonomen Zentrum Aachen eine kurze Infoveranstaltung zur GameOverKrauts-Demo am 12.Mai in Siegburg. Mehr Infos gibts hier.

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ProNRW-Kundgebung am 5.Mai in Aachen http://atiko.blogsport.de/2012/05/02/pronrw-kundgebung-am-5-mai-in-aachen/ http://atiko.blogsport.de/2012/05/02/pronrw-kundgebung-am-5-mai-in-aachen/#comments Wed, 02 May 2012 13:06:59 +0000 atiko Allgemein http://atiko.blogsport.de/2012/05/02/pronrw-kundgebung-am-5-mai-in-aachen/ Am Samstag, 5. Mai will die rechtspopulistische Kleinstpartei ProNRW im Rahmen ihrer Wahlkampftournee in Aachen eine Kundgebung durchführen.
Auf linksunten.indymedia.org erschien nun ein Text und Aufruf zur Störung der Kundgebung, den wir Euch nicht vorenthalten möchten.

Am 13.Mai finden in NRW Landtagswahlen statt.
Schon seit Wochen sehen wir die Straßen mit der Wahlwerbepropaganda der verschiedenen Parteien geschmückt. Aus den altbekannten heuchlerischen Wahlwerbefloskeln sticht eine Partei wieder einmal besonders hervor.

ProNRW in die Pfanne hauen!

Die sogenannte “Bürgerbewegung” ProNRW wirbt mit dem rassistischen Slogan “Freiheit statt Islam!” um die Stimmen der Wählenden.
Die RechtspopulistInnen geben vor, für einen “Erhalt der christlichen Kultur” einzutreten und fordern unter anderem einen Baustopp für Moscheen und ein “Minarettverbot” nach Schweizer Vorbild.
Ihre rassistischen und vor allem islamophoben Forderungen verbreiten sie im Gewand des bürgerlichen Patrioten, doch der Übergang zwischen ProNRW’s Anzugnazis und militanten FaschistInnen ist fließend. So waren fast alle führenden Köpfe von ProNRW einmal Mitglied in NPD, DLVH, DVU, REP oder einer Kameradschaft.
Am 28.April startet jene rassistische Kleinstpartei auch noch zu einer “groß angelegten Wahlkampftour”, mit Kundgebungen in insgesamt 25 Städten. Darunter auch Aachen. So soll am 5. Mai um 11 Uhr eine Kundgebung vor der Baustelle der Yunus-Emre-Moschee an der Stolberger Straße stattfinden. Danach soll es weiter nach Bonn und Leverkusen gehen.
Das ist jedenfalls der Plan der RassistInnen. Wieviele der Kundgebungen sie dann tatsächlich erfolgreich durchführen können, bleibt abzuwarten. In Aachen zumindest wird es Protest geben.
Wir haben keine Lust auf rassistische und islamophobe Hetze! Deshalb rufen wir dazu auf, die Kundgebung von ProNRW am 5. Mai in Aachen mit allen Mitteln zu stören.

ProNRW in die Pfanne hauen!!! Den RassistInnen eins überbraten!
Samstag, 5. Mai 2012 / 10 Uhr / Bahnhof Rothe Erde (Aachen-Forst)

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[FFM] Rückblick Total-Liberation-Black-Block auf der Frankfurt-Pelzfrei-Demo 7.4.2012 http://atiko.blogsport.de/2012/04/10/ffm-rueckblick-total-liberation-black-block-auf-der-frankfurt-pelzfrei-demo-7-4-2012/ http://atiko.blogsport.de/2012/04/10/ffm-rueckblick-total-liberation-black-block-auf-der-frankfurt-pelzfrei-demo-7-4-2012/#comments Tue, 10 Apr 2012 11:29:58 +0000 atiko Allgemein http://atiko.blogsport.de/2012/04/10/ffm-rueckblick-total-liberation-black-block-auf-der-frankfurt-pelzfrei-demo-7-4-2012/ Am 08.04.2012 demonstrierten auf der „Frankfurt Pelzfrei“-Demo, wie die Zeitung schreibt, ca. 600-1000 Menschen gegen den Pelzhandel im Speziellen und gegen die Tierausbeutungsindustrie im Allgemeinen. Die vegane antifa süd hatte zusammen mit dem antifaschistischen Tierbefreiungskollektiv Aachen (Atiko) zur Bildung eines Total-Liberation-Black-Blocks (TLBB) aufgerufen, der sich unter dem Motto „Gegen Pelzhandel, Herrschaft und Ausbeutung“ gegen die Herrschaftsstrukturen im Kapitalismus wendete und den Kampf um die Befreiung nicht-menschlicher Tiere in den generellen Kontext vom Kampf um Befreiung überhaupt („total liberation“) einordnete.

Die Kritik an der Tierausbeutungsindustrie sei losgelöst vom Kontext der Unterdrückung durch die gesellschaftlichen Verhältnisse im Kapitalismus zum Scheitern verurteilt, da sie nur ein Symptom einer Gesellschaftsordnung darstellt, die auf Ausbeutung und Profitmaximierung beruht. Nur die Bekämpfung dieses Systems als Ganzem könne letztlich zur Befreiung führen. Leider war die Mobilisierung dieses Jahr nicht so erfolgreich wie letztes Jahr und nur der vordere Teil der Demospitze konnte letztlich dem Block zugerechnet werden. Die Polizei hatte jedoch, wohl mit weitaus mehr Teilnehmer_Innen rechnend, ein immenses Aufgebot aufgefahren und kritische Punkte mit Gittern abgeschirmt oder Polizist_Innen mit Schildern rundherum positioniert. Die Auflagen, dass Seitentransparente nur im Abstand von 1,50 Metern getragen werden dürften, erschwerten die Blockbildung zusätzlich. Dennoch war es, insbesondere durch den Einsatz der Demoleitung, möglich, sich Repressionen, wie der Festnahme eines Ordners, und Zivil-Polizisten in der Demo, erfolgreich zu erwehren. Durch das verhältnismäßig überdimensionierte Polizeiaufgebot und die demgegenüber geringe Anzahl an Teilnehmer_Innen am TLBB war es nicht adäquat möglich, den kämpferischen Anspruch des Aufrufs umzusetzen. Im großen und ganzen verlief die Demonstration relativ friedlich und es kam kaum zu Auseinandersetzungen. Als positiver Erfolg ist jedoch die inhaltliche Beeinflussung der Demo durch die Bildung des TLBB anzusehen. Demosprüche wie „Alerta, Alerta – Antifasista“ und „A-, Anti-, Anticapitalista“ wurden von großen Teilen der Demonstration mitgetragen und Antifa-Fahnen kennzeichneten das Bild. Sprüche wie „No Border, No Nation – Total Liberation“ verdeutlichten die Position des TLBB.
Den Reden waren insgesamt durch den Grundton einer generellen Kritik an den gesellschaftlichen Verhältnissen im Kapitalismus getragen und wurden von den Teilnehmer_Innen gut aufgenommen. Gemessen an anderen Tierrechtsdemonstrationen war die Demo in Frankfurt eine überragend emanzipatorische und kritische, die vom Geist des Antifaschismus erfüllt war. Sexistische und menschenverachtende Propaganda, wie sie von Organisationen wie PETA betrieben wird, hatten auf der Demo keinen Platz. Insofern war die Vorbereitung der Demonstration ein Erfolg, indem von vornherein eine bestimmte, emanzipatorische Linie gefahren wurde, die Annahme dieses Konzeptes von den Aktivist_Innen blieb jedoch dahinter zurück. Die Gründe dafür, wie auch die Gründe, warum dieses Jahr weniger Menschen am TLBB teilnahmen, sehen wir in Folgendem: 1) Durch die groß beworbene Demonstration in der Woche davor (M31) – auch in Frankfurt – mit ca. sechstausend Teilnehmer_Innen, die durch die vielen Festnahmen, wie auch die gewaltsamen Ausschreitungen auf sich aufmerksam machen konnte, waren viele Aktivist_Innen wohl nicht motiviert eine Woche später noch einmal sich auf den, für viele z. T. weiten Weg nach Frankfurt zu machen. 2) Darüber hinaus haben die Oster-Feiertage, der gleichzeitig stattfindende Protest gegen den Naziaufmarsch in Stolberg und das vorausgesagte schlechte Wetter wohl nicht zum Erfolg der Demo beigetragen. 3) Zuletzt ist auch noch die Gegenmobilisierung zu dem TLBB zu nennen, die trotz ihrer durchschaubaren Einseitigkeit und der gekonnten nicht-Beachtung der eigentlichen Argumente wohl gewisse Erfolge gezeitigt hat. Die Hauptintention des TLBB war, wie wir in verschiedenen Texten dargestellt haben, eine Verknüpfung der Antifa- und Antispe-Szene, indem die klassische Aktionsform von Antifa-Demonstrationen, der Black-Block, aufgegriffen und so die Demonstration für andere linksradikale Aktivist_Innen attraktiver werden sollte. Der Black-Block sollte eine Anonymität ermöglichen, aus der heraus eine radikale, antifaschistische Gesellschaftskritik sich entwickeln können sollte, ohne den Repressionsorganen oder Nazis eine Gesichtsvorlage mitgeben zu müssen. Antirepression oder Schlagkräftigkeit der Demonstration kamen demgegenüber nach unserer Konzeption erst an zweiter Stelle. Trotzdem reduzierte die Kritik das TLBB-Konzept stets nur auf diese letzteren Punkte. Charakteristisch an der Tierrechtler-Kritik am TLBB ist, dass sie nach dem Schema verfährt, vorzutäuschen nicht im Generellen etwas gegen das Konzept eines Black-Blocks zu haben, dann aber ihn doch im Allgemeinen kritisiert. So auch eine antideutsche „kleine emanzipatorische Gruppe“, wie sie sich selbst bezeichnet, die vor der Demo gegen den TLBB mobilisierte. Diese Gruppe schreibt in dem Flyer: „wir halten die Bildung von Schwarzen Blöcken auf Demos nicht grundsätzlich als falsch“, kritisiert dann aber generell, dass der Black-Block „patriarchale Männlichkeitsbilder reproduzieren“ würde, dass der Aufbau einer Gegenmacht gegenüber die Staatsmacht generell ein „männlich dominiertes Ausdrucksmittel“ wäre und damit „eine denkbar ungeeignete Art dazu“ sei. Weitere Kritikpunkte waren, dass der einheitliche Dresscode im Block normierend sei und „damit letztlich ausgrenzend“ wirke, sowie, dass Menschen mit Behinderung nicht in der Lage wären am TLBB teilzunehmen. Dass sich allerdings viele weiblich sozialisierte Personen, trotz des verteilten Zettels, am Block beteiligt haben, spricht in dieser Hinsicht wohl für sich. Die oben genannte Kritik verabsolutiert gewisse Momente und diskutiert sie anschließend vom Kontext losgelöst: damit können wir sie allerdings nicht ernst nehmen, denn sie geht an der Realität völlig vorbei und ist damit in ihrer Absicht leicht zu durchschauen. Sie unterstellt in gewisser Hinsicht, dass wir in irgendeiner Hinsicht verhindern würden, dass sich andere Formen des Protestes bilden könnten: dies stimmt natürlich nicht.
Der TLBB war in Frankfurt Teil einer großen Demo, die viele Ausdrucksformen kannte und zuließ, jedoch anti-emanzipatorische Haltungen ausschloss. Auch wenn es einige durchaus positive Punkte am diesjährigen TLBB zu verzeichnen gab, so stellt natürlich die geringere Beteiligung als im letzten Jahr das Konzept in Frage. Auch wenn die Kritiken am Konzept schwach sind, so scheinen sie doch eine größere Mobilisierung zu verhindern. Unser Hauptanliegen, eine Verknüpfung von Antifa- und Antispe-Strukturen, ist leider in dieser Hinsicht nicht spürbar vorangekommen. Offenbar scheint in der Tierrechtsszene auch ein geringes Interesse an einer solcher Verknüpfung zu bestehen. Wir halten es dennoch auch weiterhin für wichtig, die gesamtgesellschaftliche Perspektive der Kritik an der Tierausbeutungsindustrie und des Kampfes um Befreiung zu verstärken.
In diesem Sinne danken wir der Demo-Orga für ihre vorbildliche Arbeit im Vorfeld, wie auch allen Aktivist_Innen, die uns und das Konzept durch ihren Einsatz unterstützt haben.
Der Kampf geht weiter: gegen Pelzhandel, Herrschaft und Ausbeutung!

vegane antifa süd

https://linksunten.indymedia.org/de/node/58011

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Gegen Nazis, Rassismus und Extremismusquatsch – Aufruf zur Demo am 4.April in Stolberg http://atiko.blogsport.de/2012/03/19/gegen-nazis-rassismus-und-extremismusquatsch-aufruf-zur-demo-am-4-april-in-stolberg/ http://atiko.blogsport.de/2012/03/19/gegen-nazis-rassismus-und-extremismusquatsch-aufruf-zur-demo-am-4-april-in-stolberg/#comments Mon, 19 Mar 2012 18:24:15 +0000 atiko Allgemein http://atiko.blogsport.de/2012/03/19/gegen-nazis-rassismus-und-extremismusquatsch-aufruf-zur-demo-am-4-april-in-stolberg/ Auch im April 2012 wollen Nazis aus dem gesamten Bundesgebiet, Belgien und den Niederlanden in Stolberg aufmarschieren. Sie mobilisieren für Mittwoch, den 4. April zu einem Fackelmarsch sowie für Samstag, den 7. April zu einem “Trauermarsch” durch Stolberg.
Seit inzwischen 5 Jahren kommen jährlich zwischen 500 und 800 Neonazis, um den Tod eines Jugendlichen zu instrumentalisieren. Am 4. April 2008 kam es zu einem Beziehungsstreit zwischen mehreren Jugendlichen, in dessen Folge Kevin P. erstochen wurde.
Bereits Stunden nach dem Vorfall diskutierten Nazis in ihren Foren das Ereignis. Schnell stand fest, dass weit über die Region hinaus Nazis den Tod des jungen Mannes für sich zu vereinnahmen versuchten.
Genauso wie Kevin P. zu einem Märtyrer und „Kameraden“ stilisiert wurde, konstruierte die Nazi-Szene den für die Tat Verhafteten zum „brutalen Ausländer“. Allein im April 2008 folgten von Naziseite drei Aufmärsche, die sich in darauffolgenden Jahren etablierten.
Seitdem versucht die Nazi-Szene in Stolberg ein symbolisches Datum, ein Großereignis zu etablieren. Es wird ein Bild gezeichnet, nachdem die Tat nur ein weiteres Beispiel für eine ständige Verfolgung „der Deutschen“, der Nationalist_innen durch Migrant_innen, durch Linke und durch eine breite Öffentlichkeit sei, gegen die sie sich gemeinsam, entschlossen und gewaltsam zur Wehr setzen müssten. Deshalb spielt es bei den Nazis mittlerweile auch immer weniger eine Rolle, ob Kevin ein „Kamerad“ war oder nicht, er war schließlich Deutscher und das reicht, um ihn als symbolisches Opfer der Deutschen zu inszenieren.

Anstieg der Naziaktivitäten
Es ist nicht verwunderlich, dass die Aufmärsche in Stolberg mit einem Anstieg von Nazi-Aktivitäten in Aachen einher gehen. Diese zeigten sich vor allem in gezielten Angriffen und Einschüchterungskampagnen gegen Antifaschist_innen und andere vermeintliche Gegner_innen sowie deren Familien, Privatwohnungen, auf das Autonome Zentrum am Hauptbahnhof, das Linke Zentrum in der Augustastraße und das DGB-Haus am Europaplatz.

Extremismusquatsch!
In Stolberg gibt es ein lokales Bündnis gegen die Naziaufmärsche.
Selbst die Stolberger Ortsgruppe der Jungen Union bezieht jedes Jahr öffentlich Position gegen die “Demokratiefeinde”. Doch ist deren Motivation nicht die Verhinderung des Naziaufmarschs sondern die Bekämpfung des Extremismus von links und rechts.

Anlass eines Schreibens aus dem Jahr 2011 im Vorfeld der Aufmärsche war die Kritik an einem öffentlichen Blockadetraining des überregionalen antifaschistischen Bündnisses. Diese darin ausgedrückte Haltung der „Dagegen-Mentalität“ impliziere eine „Eskalation“ und eine „Erschwernis für unsere Polizeikräfte“, deren „Mehraufwand“ letztendlich nichts weiter als ein erhöhter Einsatz von Steuergeldern bewirke, so die Junge Union damals.
Krönung des Ganzen: ein mit „Besorgnis“ zur Kenntnis genommener „Linksruck“ sämtlicher Jugendorganisationen, die sich mit diesem Haufen von „Extremisten“ (gemeint sind Antifaschist_innen) auch noch solidarisierten. Umso besser für das „Stolberger Bündnis gegen Radikalismus“. Dieses benennt durch seinen Titel bereits das Kind beim Namen. Das „partei- und spektrenübergreifende Bündnis“ inszeniert sich als großes, bürgerliches Bollwerk gegen das unpopuläre Nazievent in ihrer glorifizierten „Kupferstadt“ Stolberg.
Neben den Standortverwaltern von den Grünen und der CDU bleibt eben kein Platz für „Radikale“. Stolz verkünden sie auf ihrer Homepage: „Wir sind Stolberg, Nazis sind es nicht.“
Die bürgerliche Mitte sieht „Linksextremisten“ und „Rechtsextremisten“ als gleichwertige Bedrohungen für die „demokratische Mitte“ an, die gleichermaßen bekämpft werden müssen und die einander näher stünden als beispielsweise extrem Rechte dem Konservatismus. Diejenigen, die sich nicht nur aktiv gegen Nazis stellen sondern auch den Rassismus der Mitte, ein auf Ausbeutung basierendes Wirtschaftssystem und die Einteilung der Menschen in „nützlich“ und „unnütz“ angreifen, sollen also letztlich auch nicht anders sein als die Nazis.
Wenn selbst die Junge Union und das „Bündnis gegen Radikalismus“ den Begriff „Antifaschismus“ besetzen, ist es umso notwendiger diesen von diesen Parteien propagierten Extremismusquatsch anzugreifen und einen radikalen Antifaschismus zu fördern.

Kriminalisierung antifaschistischer Proteste
Einher geht die um sich greifende Extremismusdoktrin mit Kriminalisierungen von Antifaschismus. Das beste Beispiel sind hier wohl die Repressionen in Sachsen. Beispielsweise versuchten sich die “Beschützer der Demokratie” Anfang 2010 an der Kriminalisierung von „Dresden Nazifrei“. Die Staatsanwaltschaft ließ mehrere Objekte durchsuchen, um Mobilisierungsmaterial sicherzustellen. Der legitime Aufruf zum Blockieren des Naziaufmarsches wurde zum Aufruf zu Straftaten erklärt.
Ein besonders anschauliches Beispiel, wie reaktionäre Geschichtspolitik mit dem Mantel der „Extremismusbekämpfung“ verdeckt wird, ist das neue Sächsische Versammlungsgesetz, das „Extremisten in Sachsen deutliche Grenzen setzen“ soll. Das Gesetz verbietet u.a. Demos, die „Organe oder Vertreter der nationalsozialistischen oder kommunistischen Gewaltherrschaft als vorbildlich oder ehrenhaft darstellen.“ Es stellt damit die Rote Armee mit SS-Verbänden, also die Befreier_innen von Auschwitz mit den Betreiber_innen von Auschwitz, auf eine Stufe – eine glasklare NS-Verharmlosung in Gesetzesform.
Das ist eine deutliche Ansage: In Dresden will man gefälligst weiter ungestört den eigenen, „guten“ Opferdiskurs pflegen und sich allenfalls mit Menschenketten symbolisch vom „bösen“ Opferdiskurs der Neonazis abgrenzen.
Dabei werden dann die Aktionen von „Dresden Nazifrei“ und „no pasarán“, die sich aktiv gegen den Neonazi-Aufmarsch stellen und dabei auch den Dresdener Opfermythos kritisieren, als genauso störend empfunden wie die menschenverachtende Propaganda der Neonazis.
Dass es bei der ganzen Propaganda der „Extremistengegner“ nicht um den Schutz der Einzelnen vor körperlicher Unversehrtheit geht, das hat die Realität bewiesen − es ist an uns zu beweisen, dass wir diese Realität nicht akzeptieren.

Deshalb rufen wir auf zur Demonstration in Stolberg am 4.4. “Gegen Nazis, Rassismus und Extremismusquatsch!”

Demo am 4.April / Blockade am 7.April!
Mehr Infos bald unter stolberg12.blogsport.de

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Aufruf zum Total-Liberation-Black-Block bei der Frankfurt Pelzfrei-Demo 2012! http://atiko.blogsport.de/2012/03/07/aufruf-zum-total-liberation-black-block-bei-der-frankfurt-pelzfrei-demo-2012/ http://atiko.blogsport.de/2012/03/07/aufruf-zum-total-liberation-black-block-bei-der-frankfurt-pelzfrei-demo-2012/#comments Wed, 07 Mar 2012 09:42:59 +0000 atiko Demos antispe http://atiko.blogsport.de/2012/03/07/aufruf-zum-total-liberation-black-block-bei-der-frankfurt-pelzfrei-demo-2012/

Wir leben in einem System der Herrschaft – einem System, in dem Unterdrückung und Ausbeutung Teil gesellschaftlicher Normalität sind, die in ihrer Alltäglichkeit unhinterfragt erscheint.

In den Auslagen der Schaufenster, den teuren Mänteln in den Boutiquen, dem Filet an der Fleischtheke, der zarten in Silberpapier eingewickelten Schokolade, glitzert uns eine bunte Warenwelt entgegen, die zu verschleiern versucht, dass sich hinter dem schönen Schein doch noch etwas ganz anderes verbirgt.
Ob Arbeiter_in in der Fabrik, Schüler_in in der Schule, Student_in in der Universität oder Angestellte_r im Büro – sie alle teilen, dass nicht sie es sind, die im Mittelpunkt ihrer Tätigkeit stehen und deren Fähigkeiten sich frei und schöpferisch entfalten sollen. Stattdessen geht es bei den einen ausschließlich um die Verwertung für die Profitmaximierung, bei den anderen um die Verwertbarmachung für den Arbeitsmarkt. Natürlich sind die Menschen hier meistens materiell nicht verelendet: sie fahren Autos, trinken nach Feierabend einen Wein, im Urlaub verreisen sie, machen am Wochenende einen Ausflug, sie haben Fernseher, Handy, Radio und Computer, mehr als anderswo, besser als früher, aber doch werden sie alle gezwungen, als ein Rädchen in der Verwertungsmaschine zu funktionieren.
Neben der Arbeit und der Erholung davon, bleibt schließlich keine Zeit mehr sich selbst noch frei zu entfalten, mehr als bloß ein Rädchen in der Maschine zu sein und sich ein Leben lang zu drehen. Dies ist das Prinzip der kapitalistischen Gesellschaft und mutet es uns doch auch scheinbar friedlich an, wenn wir uns ihr Erzeugnis, die glitzernde Warenwelt der Einkaufs-Center anschauen, so ist dieses Prinzip, welches alles und jede_n für den Profit ausnutzen will, doch zutiefst zerstörerisch und lebensfeindlich, und führt auf allen Ebenen zu Krisenerscheinungen: Wirtschaftskrise, Umweltkrise, Energiekrise und Krieg sind alle Folge derselben beschränkten Logik.
Am deutlichsten aber wird dieses Prinzip des Kapitalismus vielleicht an der Tierausbeutungsindustrie, wo der Tierkörper maximal verdinglicht und der Verwertungslogik unterstellt wird, wo das Meiste aus ihm raus geholt werden soll – und jede Qual, jeder Mord an fühlenden Wesen mit irgendeiner Rechtfertigung erlaubt zu sein scheint. So wie die Tiere angeblich ja ein „gutes Leben“ mit viel Nahrung gehabt hätten, so hat auch die Arbeiterin ja einen Lohn dafür, dass sie sich der Abhängigkeit der Lohnarbeit unterwirft.
Aber egal ob die Arbeiter_Innen im Kapitalismus an dem einen Ort größere Anteile am Profit erkämpft haben und an einem anderen Ort trotz Arbeit am bloßen Existenzminimum leben: So wie im Kampf gegen die Tierausbeutungsindustrie geht es uns nicht um größere Käfige/größere Häuser, um bessere Nahrung/mehr Lohn, um mehr Freilauf/mehr Urlaub, sondern uns geht es darum dieses Prinzip der Herrschaft, die Verwertung von allem und jedem für die Profitmaximierung im Ganzen zu hinterfragen und zu bekämpfen!

Welches Prinzip steht höher, das des Lebens und dessen Entfaltung oder das des Profits und dessen Maximierung? In Bezug auf die Natur bekommt diese Frage eine ganz existenzielle Dimension, bedroht doch die Umweltzerstörung um des Profits willen das Leben auf der Erde selbst.

Da dieses Prinzip also, auf dem unsere Gesellschaft aufbaut, das Problem ist und nicht auf diesem System basierende Symptome kann die einzige Lösung heißen: Tierausbeutung und Kapitalismus abschaffen! Für die befreite Gesellschaft!

Wir wollen keine neue Moralphilosophie aufstellen und den Leuten sagen was sie zu tun oder zu lassen hätten, sondern individuell und gesellschaftlich Möglichkeiten schaffen sich den Herrschaftsverhältnissen und dem Verwertungszwang entgegen zu stellen, die Klassenkämpfe zu entfalten, um letztlich darauf hinzuarbeiten dieses System zu überwinden!
Vegan zu leben und auf die Straße zu gehen sind zwei von vielen Möglichkeiten dies zu tun. Komm deshalb auch Du in den Total-Liberation-Black-Block auf der „Frankfurt Pelzfrei“-Demo, der größten Tierrechtsdemo im deutschsprachigen Raum, um ein Zeichen zu setzen, dass der Kampf um Befreiung ein notwendiger ist und nicht beim Menschen aufhört! Die Herrschaftszusammenhänge sind miteinander verknüpft, sie bedingen einander, sind strukturell im Kapitalismus verankert und strukturell müssen wir dieses System bekämpfen und nicht bloß bei einzelnen Symptomen stehenbleiben! Mit dem Total-Liberation-Black-Block geht es uns darum eine Gegenmacht gegenüber den staatlichen Repressionsorganen aufzubauen und uns gegenüber regressiven Tierrechtler_Innen abzugrenzen, die den Holocaust verharmlosen und relativieren, sich am Prominentenkult beteiligen und Sexismus als Mittel ihrer Propaganda betrachten – kurzum, eine Abwertung des Menschen betreiben, die sie anschlussfähig an Faschist_Innen macht und in keiner Weise eine generelle Kritik am kapitalistischen System darstellt, um die es uns in erster Linie gehen muss.
Raus auf die Straße! Gegen Pelzhandel, Herrschaft und Ausbeutung! Sucht euch eine Bezugsgruppe, kommt in schwarz und informiert euch, wie ihr euch vor Repression schützen könnt!

Am 7.4.2012 rein in den Total-Liberation-Black-Block auf der „Frankfurt Pelzfrei“-Demo! Antifaschistisch, antikapitalistisch, antisexistisch! Kämpferisch, radikal und entschlossen! Für die befreite Gesellschaft!

vegane antifa süd & antifaschistisches tierbefreiungskollektiv (atiko) antispe aachen

Mehr Infos unter antispe-actionday.de

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http://atiko.blogsport.de/2012/03/07/aufruf-zum-total-liberation-black-block-bei-der-frankfurt-pelzfrei-demo-2012/feed/
Demo “ Widerstand gegen Cops, Staat und Repression“ http://atiko.blogsport.de/2012/03/05/demo-widerstand-gegen-cops-staat-und-repression/ http://atiko.blogsport.de/2012/03/05/demo-widerstand-gegen-cops-staat-und-repression/#comments Mon, 05 Mar 2012 08:05:09 +0000 atiko Demos antifa Repression und Polizeigewalt http://atiko.blogsport.de/2012/03/05/demo-widerstand-gegen-cops-staat-und-repression/ Wir können auch anders – Widerstand gegen Cops, Staat und Repression

Immer da wo Menschen sich den Verhältnissen von Herrschaft und Ausbeutung widersetzen, steht ihnen ein riesiges Aufgebot der Polizei gegenüber, das mit Schlagstöcken, Reizgasen, Hundestaffeln und auch Schusswaffen auftritt.

Am internationalen Tag gegen Polizeibrutalität werden aus diesem Grund tausende Menschen auf die Straßen gehen.

Auch in Dortmund besteht Anlass dazu. Der Polizeieinsatz am 3. September 2011 zeigte einmal mehr mit welcher Brutalität Nazigegner_innen attackiert werden. Der flächendeckende Einsatz von chemischen Kampfstoffen, die gegen alle Menschen eingesetzt wurden, die die Nazidemo behindern wollten, verletzte hunderte Menschen und kontaminierte ganze Straßenzüge.

Wie gefährlich Pfefferspray ist, zeigt der Tod eines 32-Jährigen Dortmunders, der am 23. Juni 2010 nach dem Einsatz des Reizgases durch die Polizei getötet wurde.

Ein weiteres Todesopfer aus Dortmund ist der 23-Jährige Dominique Kouamadio, der am 14. April 2006 im Stadtteil Eving von der Polizei erschossen wurde. Auf der ganzen Welt gehen staatliche Organe brutal gegen fortschrittliche und emanzipatorische Kräfte vor.

Doch Repression tritt nicht nur in Form von körperlicher Gewalt auf. Neben dieser ausführenden Gewalt gibt es auch eine gesetzgebende und eine richtende Gewalt, die ebenfalls dazu dienen die staatliche Macht aufrecht zu halten. Wir müssen leider feststellen, dass unser gesamtes Leben durch Gewalt bestimmt wird. In jeder Phase unseres Lebens gibt es Menschen die die Macht dazu haben ihren Willen gegen unseren per Gewalt durchzusetzen. Aus Angst vor Bestrafung und weiteren Folgen akzeptieren wir diese Autoritäten.

Erst durch die Akzeptanz der staatlichen Gewalt wird dieser ihre Legitimität verliehen. Deshalb sehen wir in der Ablehnung der staatlichen Gewalt einen ersten Schritt hin zu einer befreiten Gesellschaft. Gewalt und Unterdrückung dürfen nicht akzeptiert werden. Wir fordern ein schönes Leben für alle Menschen. Für ein solches Leben in Abwesenheit von Herrschaft und struktureller Gewalt brauchen wir keine Regierungen, keine Monarchen und keine Religionen. Wir brauchen lediglich unsere Mitmenschen. Wir wollen daran arbeiten die Ablehnung von Herrschaft und Repression zu verstärken, die Diskussion in die Gesellschaft und den Protest auf die Straßen zu tragen.

Auf die Straße? Na, aber sicher!
Es ist an uns der Welt zu zeigen, dass es auch anders geht!

Mehr Infos unter: http://ajdortmund.blogsport.de/17-03/

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http://atiko.blogsport.de/2012/03/05/demo-widerstand-gegen-cops-staat-und-repression/feed/
Demo gegen die Messe „Reiten-Jagen-Fischen“ http://atiko.blogsport.de/2012/03/04/demo-gegen-die-messe-reiten-jagen-fischen/ http://atiko.blogsport.de/2012/03/04/demo-gegen-die-messe-reiten-jagen-fischen/#comments Sun, 04 Mar 2012 07:50:42 +0000 atiko Demos antispe http://atiko.blogsport.de/2012/03/04/demo-gegen-die-messe-reiten-jagen-fischen/ Infos kurz und bündig aus dem Aufruf bei demoplaner.de :

Wo? – Erfurt , Hauptbahnhof

Wann? – 24.03.2012 Treffpunkt ab 11:30 Uhr / Beginn der Demo 12:30

Wie jedes Jahr findet auch dieses Jahr am 24. März 2012 eine Demo gegen die Messe „Reiten – Jagen – Fischen“ in Erfurt statt. Die Demonstration wird 12:30 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz beginnen (also am besten 12 Uhr schon kommen) und durch die Stadt führen. Dort werden wir vor verschiedenen Geschäften, die mit (nichtmenschlichen-) Tieren Profit machen, Zwischenstops einlegen und durch Redebeiträge der Öffentlichkeit zeigen, dass wir nicht gewillt sind Tierausbeutung und Naturzerstörung hinzunehmen und somit auch für ein friedliches Zusammenleben auf der Erde eintreten. Am Ende geht es hoch zur Messe, wo dann noch einmal eine Kundgebung stattfinden wird.

Hintegrund: Seid vielen Jahren findet in Erfurt die Messe „reiten,jagen,fischen“ statt, indem dort Jäger, Angler und sogenannte Pferdeliebhaber sich treffen, um ihre Trophähen zu
kühren, sich mit neuen Waffen einzudecken und es in einer Volksfeststimmung zu zelebrieren.

Grund genug um ihr Hobby und Naturschutz, als was sie es tarnen, ins Licht der Öffentlichkeit zu ziehen und zu zeigen, was es wirklich ist: Nämlich nichts weiter als „die Erfurcht vor dem Leben“, wie es Albert Schweizer ausgedrückt hat, mit den Füßen zu treten, Beute zu machen und Herrschaft über Tiere und Natur auszuüben.

weitere Infos: rjf.antispe-arge.org

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Kaufhof steigt wieder in den Pelzhandel ein – nicht mit uns! Aktionstage am 24. und 25.Februar http://atiko.blogsport.de/2012/02/22/kaufhof-steigt-wieder-in-den-pelzhandel-ein-nicht-mit-uns/ http://atiko.blogsport.de/2012/02/22/kaufhof-steigt-wieder-in-den-pelzhandel-ein-nicht-mit-uns/#comments Wed, 22 Feb 2012 14:53:12 +0000 atiko antispe http://atiko.blogsport.de/2012/02/22/kaufhof-steigt-wieder-in-den-pelzhandel-ein-nicht-mit-uns/ Die Warenhauskette KAUFHOF hatte 2006 bekannt gegeben, auf die Verwendung von Echtfellprodukten zu verzichten. Während sich das Unternehmen in den vergangenen Jahren an diese Selbstverpflichtungen hielt, wurden in diesem Winter Kaninchenfelle in den Filialen angeboten. Es handelte sich hierbei nicht um Fehlorderungen oder ähnliches, sondern um die anscheinend bewusste Entscheidung wieder Pelz ins Sortiment mit aufzunehmen. Dies wurde der Offensive gegen die Pelzindustrie (OGPI) in einer Stellungnahme erklärt. Der Konzern macht sich damit erneut zum Erfüllungsgehilfen der Pelzindustrie. Das werden wir nicht akzeptieren.

KAUFHOF betreibt in Deutschland über 80 Warenhäuser und ist Teil der Metro AG. Kaufhof erklärte 2006 unmittelbar nach dem Ausstieg von P&C West und P&C Nord den Ausstieg aus dem Pelzhandel. Kaninchenfelle wurden explizit mit eingeschlossen, wie ein Unternehmenssprecher 2007 in einer Stellungnahme an die Offensive ausdrücklich versicherte. Nachdem in diesem Winter Kaninchenfelle im Bekleidungssortiment gefunden wurden, forderte die Offensive gegen die Pelzindustrie in einem Schreiben den Verzicht auf die Verwendung von Echtfellen. Eine Unternehmenssprecherin verteidigte jedoch die Unternehmenspolitik. Kaninchenfell sei ein Abfallprodukt der Fleischproduktion, so die an Zynismus kaum zu übertreffende Begründung für die Beteiligung am Pelzhandel. Die Argumentation, nach der es gerechtfertigt sei, Kaninchenfelle zu nutzen, da die betroffenen Tiere für die Fleischproduktion gehalten und getötet werden, entbehrt nicht nur jeder Grundlage, sondern sie ist im Hinblick auf die Gefangenhaltung und massenhafte Tötung in den „Pelzfarmen“ ein Ausdruck der Verachtung gegenüber nicht-menschlichen Individuen.

Auch GERRY WEBER, deutscher Bekleidungshersteller mit Verkaufsfilialen in ganz Europa, plante „Pelz“, ebenfalls in Form von Kaninchenfellen, wieder in das Sortiment seiner Kollektionslinien aufzunehmen. Nachdem die Offensive das Unternehmen aufforderte, diese Entscheidung zurückzunehmen und Aktivist_innen in Bielefeld mehrere Wochen lang Proteste organisierten, teilte GERRY WEBER der Offensive mit, dass sofort alle Echtfellprodukte aus dem Sortiment genommen werden und in Zukunft nur noch Fellimitate in den Kollektionen eingesetzt werden. Dies zeigt ein weiteres Mal, dass Proteste gegen den Pelzhandel von Seiten der Unternehmen ernst genommen werden und erfolgreich sein können. Es gilt nun also, auch KAUFHOF dazu zu bewegen, jeglichen “Pelz” wieder aus dem Sortiment zu nehmen. Denn es liegt keineswegs im Interesse der betroffenen Tiere in Gitterkäfigen gefangen gehalten und nach nur wenigen Monaten getötet zu werden, um ihre Felle zu „Pelz“ zu verarbeiten.

Werdet aktiv!

Die Offensive gegen die Pelzindustrie ruft daher am 24. und 25. Februar zu Aktionstagen gegen den Pelzverkauf bei KAUFHOF auf. Mit entschlossenen Aktionen werden wir dem Unternehmen eine nicht überhörbare Entscheidungshilfe geben, die Verwendung von Pelzprodukten unverzüglich wieder zurück zu nehmen. Beteiligt euch zahlreich an den Aktionstagen. Organisiert Protestkundgebungen bei euch vor Ort oder bringt euren Unmut der Unternehmenspolitik gegenüber in anderer Form zum Ausdruck. In Kürze findet ihr schwarz-weiß-Flyer zum Selbstausdrucken auf der Homepage der Offensive. Außerdem findet ihr unten eine Liste aller Filialen des Unternehmens in Deutschland. Fordert KAUFHOF zudem per E-Mail auf, den Pelzhandel sofort zu beenden, Kontaktadressen des Unternehmens sind u.a. info@galeria-kaufhof.de und service@galeria-kaufhof.de.

Falls KAUFHOF in den kommenden Wochen keinen uneingeschränkten Verzicht auf Pelzprodukte erklärt, wird das Unternehmen mit langandauernden Protesten rechnen müssen. Wir werden darüber hinaus der gesamten Bekleidungsindustrie unmissverständlich verdeutlichen, dass es eine Beteiligung am Pelzhandel ihrerseits ohne unseren Widerstand nicht geben wird. Die Kampagnen gegen Karstadt, Peek&Cloppenburg und Escada haben gezeigt, dass die Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung entschlossen ist, den Pelzhandel ein für alle mal abzuschaffen.

Für die Befreiung der Tiere!

Aktuelle Infos:

http://offensive-gegen-die-pelzindustrie.net/wordpress/

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Am 3.März nach Münster! Keinen Meter den Nazis! http://atiko.blogsport.de/2012/02/09/13/ http://atiko.blogsport.de/2012/02/09/13/#comments Thu, 09 Feb 2012 13:59:32 +0000 atiko Demos antifa http://atiko.blogsport.de/2012/02/09/13/ Am 3. März wollen Nazis durch Münsters Straßen marschieren und ihre menschenverachtende Ideologie propagieren. Bereits 2006 verhinderten Blockaden von Anwohner_innen und antifaschistischen Initiativen einen Versuch von Nazis durch das Hansaviertel zu ziehen. Nach wenigen Metern hatte es sich ausmarschiert. Die Straße war von vielen hundert Menschen besetzt, gemeinsam wurde so der Naziaufmarsch verhindert.

Seit Kurzem versucht sich in Münster eine kleine Gruppe von „Nationalen Sozialisten“ zu etablieren, bislang ohne nennenswerten Erfolg. Auch für den geplanten Aufmarsch im März werden sie wieder auf Unterstützung von außerhalb angewiesen sein. Bei dieser Gelegenheit gilt es an den antifaschistischen Erfolg von 2006 anzuknüpfen und den Nazis zu zeigen, dass es auch zukünftig eine verdammt schlechte Idee ist, zu versuchen, Nazi-Propaganda in Münster zu verbreiten, denn Faschismus ist keine Meinung sondern, ein Verbrechen !
weiterlesen unter keinenmeter.noblogs.org

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